Livre du Luth des Pater Hermien Kniebandl

Tabulaturen für Laute und Gitarre - Tablatures for the Lute and the Guitar

Barock und "Galante Musik" - Baroque age and "Galant music"

 


 

 

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10.04.2008


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Internationales Festival der Laute
Deutsche Lautengesellschaft e.V.
Regensburg 04.04. bis 06.04. 2008

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Rueden_Schlegel_Kerckhove
Heidi von Rueden
Andreas Schlegel
Bob van de Kerckhove

DIE VERKAUFSAUSSTELLUNG

Unverzichtbarer Bestandteil des IFL ist die Verkaufsausstellung für Lauten, Gitarren, Noten und Tonträger. Auch in diesem Jahr war das Gedränge zeitweilig sehr groß und der akustische Pegel sehr hoch. Dennoch gab es auch immer wieder Momente, in denen in Ruhe die Instrumente angespielt werden konnten.

In Regensburg waren dabei:

Bei Albert REYERMAN (TREE-Edition, 
Lübeck) lag u.a. auch ein Vorab-
exemplar der im ersten Halbjahr an-
stehenden Veröffentlichung des 
Regensburger Barocklauten-Manuskriptes AN 62 aus (siehe folgend). Am Sonntag gegen Mittag waren die Bestände seines breitgefächerten Angebots an Tabulaturen deutlich reduziert!
 

 

Andreas SCHLEGEL (LUTECORNER, Schweiz) hatte einen Rucksack voller Exemplare seines überaus empfehlenswerten Buches „Die Laute in Europa“ mitgebracht (die erste Auflage ist fast vergriffen) … und konnte am Sonntag extrem erleichtert die Rückreise antreten.

Seit längerer Zeit einmal wieder dabei: der Frank-Peter DIETRICH, der Senior. Er stellte einige handwerkliche Schmuckstücke aus und erwies sich erneut als charmanter Plauderer.

 

Buchdeckel_Schlegel
 

Karl KIRCHMEYER (Österreich) stellte u.a. Renaissance- und Barockgitarren in verschiedenen Ausführungen aus. Hier konnten sehr gut die klanglichen, bauartbedingten Unterschiede zwischen den (sorgfältig gearbeiteten) Instrumenten erfahren werden.
 

 

Bob VAN DE KERCKHOVE (Cremona) hatte außer dem von ihm restaurierten Bass-Callichon noch eine sehr schön gearbeitete kleine Renaissancelaute dabei und jede Menge Bild-Material zu seinen Restaurierungsarbeiten.

Instrument von Philipp

 

Philipp MOTTET-RIO (Schweiz) hatte ein kleines Sortiment an überaus sorgfältig mit zum Teil sehr kleinteiligen Verzierungen versehenen Instrumenten mitgebracht. Mich besonders beeindruckt hat der Nachbau einer Barockgitarre von Voboam (Paris 1689). Die Innenraum-Aufbauverzierung im Schallloch dieses Instruments ist allein für sich schon ein Kunstwerk!
 

Steffen MILLBRADT stellte u.a. eine speziell für Kinder entwickelte kleine Gambe aus. Die Schalllöcher waren nicht in der klassischen Form ausgebracht, sondern als Seepferdchen! Es sind manchmal Kleinigkeiten, die Kinder dann für ein Instrument begeistern können. Steffen MILLBRADT hat dazu schon eine Reihe von Ideen erfolgreich praktisch umgesetzt. Sollte Ihnen z.B. die „Nachtgeige“ noch nichts sagen: fragen Sie bei ihm an!
 

 

Seepferdchen-Gambe
Das Seepferdchen-Schallloch

Thomas Schall und die Mest-Laute
Thomas Schall und die
nachgebaute Wolf-Laute
(Original im Museum Füssen)

 

Josef KREISEL (Oberzeitelbach) hatte neben verschiedenen, in traditioneller Weise aufbereiteten Hölzern (aufgespaltene Fichte) für all diejenigen, die in Füssen beim IFL schon die dort im Museum ausgestellte Wolf-Laute bewundert hatten, eine Überraschung parat: für einen von diesem Instrument begeisterten Lautenisten aus den Reihen der DLG e.V. hatte er diese Laute nachgebaut. Das gegenüber dem Original leicht vergrößerte Instrument ist handwerklich gelungen und hat einen sehr ansprechenden Ton. Es anzuspielen, war ein Vergnügen!
 

Wolfgang FRÜH, in Paris lebender Lautenbauer und Restaurator, nun schon seit Jahren auch beim Festival immer mit dabei und auch die Französische Lautengesellschaft repräsentierend, hatte auch diesmal ein schönes Instrument dabei, war aber zumeist nicht am Platze, weil in den Erfahrungsaustausch der Lautenbauer untereinander eingebunden.

 

Renzo SALVADOR (Belgien) konnte aufgrund eines Autounfalls wenige Tage zuvor leider nicht teilnehmen. Greet SCHAMP, die ein erneutes Mal beim IFL der DLG e.V. die Belgische Lautengesellschaft repräsentierte, hatte aber ihre gerade von Renzo fertig gestellte 10-chörige „double-headed-french-lute“ mit dabei und stellte das Instrument gern zum Anspielen zur Verfügung.
 

Günter MARK (Elsa/Bad Rodach) hatte drei Lauten ausgelegt, davon zwei von ihm für Kinder entwickelte Modelle (6- und 7-chörig). Der Charme dieser kleinen Modelle besteht darin, dass sie eigentlich auch das ideale Instrument „für unterwegs“ sind. Wer den „kleinen Lauten-Hunger zwischendurch“ kennt, sich aber nicht mit einem ausgewachsenen Instrument beschweren will oder kann, ist mit einem solchen Instrument sehr gut beraten!

 

 

Die DLG e.V. war natürlich auch mit ihren Druckerzeugnissen vertreten. Als „Renner“ hat sich, so wurde anlässlich der Hauptversammlung berichtet, die Corbetta-Ausgabe entwickelt: der historische "Raubdruck" von Varii Scherzi di Sonate per la Chitara Spagnola (1648).

Stand der DLG e.V.

 

 

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