.Livre du Luth des Pater Hermien Kniebandl 

Tabulaturen für Laute und Gitarre - Tablatures for the Lute and the Guitar

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24.08.2007

 


David Kellner

 

 Auserlesene Lautenstücke

    Deckblatt David Kellner

 

 

 

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"Auserlesene Lautenstücke"

 

David Kellner/Auserlesene Lautenstücke

01.02


 

Neben der gedruckten Fassung aus dem Jahre 1747 (erschienen in Hamburg) gibt es Manuskripte, die Vorläuferfassungen einzelner Stücke aus den "Auserlesenen Lautenstücken" enthalten. Besonders bemerkenswert sind aus meiner Sicht die Vorläuferfassungen der Fantasia in a-moll, dem ersten Stück aus der gedruckten Fassung. Mir bekannt sind zwei Vorfassungen, die sich auch noch voneinander unterscheiden. Eine Fassung stammt aus dem MS Wroclaw 2002, die andere aus dem MS Wroclaw 2008/8. Stellt man die Fassungen nebeneinander, so lässt sich ohne Zweifel die Aussage treffen, dass die Fantasia in a-moll über die Zeit hinweg bearbeitet wurde. Die Druckfassung aus dem Jahre 1747 kann wohl treffend als "hochgradig verdichtet" bezeichnet werden.

    Fantasia/Praeludium a-moll
   Fassung Wroclaw 2002
 
    Fassung Wroclaw 2008/8
  
Fassung Hamburg 1747

    Das Lautenmanuskript Mus.Saec. XVII.18-52,2 der Rostocker Universitätsbibliothek enthält ebenfalls ein Stück, bei dem zumindest deutliche "verwandtschaftliche Beziehungen" zur Fantasia in a-moll von David Kellner belegbar sind. Das Lautenmanuskript ist als Faksimile bei der Deutschen Lautengesellschaft e.V. erschienen (Hrsg.: Markus Lutz).
     

    Neben "Vorläuferfassungen"  der Fantasia/des Präludiums a-moll und im Vergleich zum Druck identischen Fassungen in Manuskripten, (Wroclaw) gibt es zumindest im MS Wroclaw 2010 zwei Stücke, die aus der Feder von David Kellner stammen könnten oder in Anlehnung an seinen Stil komponiert wurden.

    Im MS Wroclaw 2010 sind im Abschnitt der D-Dur-Stücke vier Stücke von David Kellner enthalten, die sich auch in der gedruckten Fassung aus dem Jahr 1747 finden: Courante, Sarabande - Variatio, Aria und Gig. Unmittelbar daran schließt sich eine "Aria en Pastorelle" an, die bruchlos zu den anderen Stücken der Druckfassung von 1747 passen könnte.
     

Aria en Pastorelle
  Aria en Pastorelle (.pdf-file)
    Aria en Pastorelle (midi-file)

Viel deutlicher ist der Zusammenhang aber bei der "Courante", die im letzten Drittel des Blockes der Stücke in D-Dur im MS Wroclaw 2010 steht. Hinweise auf den Komponisten fehlen übrigens bei den Stücken ...


Courante
  Courante (.pdf-file)
    Courante (midi-file)


In dem MSS Warschau 2008/9 gibt es ferner eine Sarabande und eine Gavotte, die "nach Kellner Art" zu charakterisieren sind. Unverkennbar ist im zweiten Teil der Gavotte die Anlehnung an die "Aria" D-Dur der gedruckten Fassung Hamburg 1747.

Sarabande
  Sarabande (.pdf-file)
    Sarabande (midi-file)

Gavotte
  Gavotte (.pdf-file)
  Gavotte (midi-file

In einem der Manuskripte aus Warschau befindet sich ebenso wie im Buenos Aires MS ein Capricio, das sich zumindest "nach Kellner Art" anhört:

Capricio
  Capricio (.pdf-file)
    Capricio (midi-file)

    Hinzuweisen ist auch auf die Phantasia in F-Dur, die sich in den MSS Warschau 2008 und Warschau 2009 gleich zu Anfang findet. Diese beiden identischen Fassungen unterscheiden sich gegenüber der gedruckten Fassung Hamburg 1747 durch fehlende Bindebögen und Fehlen
    des Taktes 30.
     

Und eine Bitte, die an dieser Stelle natürlich nicht fehlen darf: sollte Ihnen in anderen Manuskripten
noch Stücke begegnen, die an David Kellner erinnern,
melden Sie sich gern bei mir!
 

Gemischtes Austern-Dessert

 

 

 

 

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