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Sonate Nr. 6 Bb-Dur (du
comte bergen) des MS Vienna V1078 (Nationalbibliothek
Wien) im Vergleich zur Fassung Göess-Hueber
Folie 16v ff. (Schloss Ebenthal/TREE Edition)
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Das Pendant der Sonate/Suite
Nr. 6 Bb-Dur („du comte bergen“) des MS Vienna V1078
(Nationalbibliothek Wien) findet sich im Abschnitt
der von Hueber in eigener Hand notierten Manuskriptseiten
des sogenannten MS „Göess-Hueber“ auf den Folien
16v ff. Ein Hinweis auf den Komponisten fehlt –
wie auch bei den übrigen Stücken – in
der Fassung des MS „Göess-Hueber“.
Beide Fassungen unterscheiden
sich insofern gravierend voneinander, als in der
Fassung Göess-Hueber nach Allemande, Courante
und Fantasie ein Menuet (1) folgt, an das sich die
Gigue, eine Wiederholung von Menuet (1) und das
zweite Menuet (2) – in g-moll - anschließen
und ein weiteres Menuet (3) – ebenfalls in g-moll
- über die Folien 20v und 21 hinweg jeweils
in der vierten Tabulaturzeile notiert ist. Diese
Menuet (3), das nicht im MS Vienna V1078 enthalten
ist, greift konventionelle Motivwendungen des zweiten
Menuets (2) auf, ohne dass aber von einer tatsächlichen
Variation gesprochen werden kann. |
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Übersicht der
Satzfolgen Sonate Nr. 6 Bb-Dur (du comte bergen)
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Fassung
Vienna V1078 |
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Fassung
Göess-Hueber |
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Allemande
Courante
Fantasie Gigue
Menuet (1) Menuet
(2)
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Allemande
Courante Fantasie Menuet (1)
Gigue Menuet (1) Menuet (2)
Menuet (3) |
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Wie auch bei den anderen
in beiden Manuskripten enthaltenen Sonaten/Suiten
gibt es auch hier eine Reihe von Unterschieden bei
den notierten Ornamenten. Und: bei der Fassung MS
Göess-Hueber werden die Angaben für den
Parallelanschlag im Bass (Daumen) sorgfältig
ausgewiesen, fehlen aber in der Fassung Vienna V1078
völlig.
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Eine Auswahl bemerkenswerter
Unterschiede im Einzelnen (Darstellungsablauf nach
Anordnung der Tänze/Sätze wie in Fassung
Vienna V1078)
Im oberen System ist jeweils
die Fassung MS Vienna V1078, im unteren die Fassung
MS Göess-Hueber abgebildet. |
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Allemande |
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Takt 05
Die Fassung GH erscheint mir „rund“
durch durch das „b“ im Akkord.
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Takt 2-7
Beides ist aus meiner Sicht möglich,
GH aber nachvollziehbarer, da eine auf-
und absteigende Linie in der Melodieführung
erkennbar wird.
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Übersicht der Satzfolgen
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Courante |
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Takt 2-9
Vienna. In den Bass oktavierte Terz,
GH: in den Bass oktavierter Ausgangston.
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Takt 2-15
Das „D“ bei GH ist logisch, da eine
aufsteigende Basslinie begonnen wird.
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Übersicht der Satzfolgen
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Gigue |
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Takt 2-10
Göess-Hueber in der Logik des aufsteigenden
Basses.
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Takt 2-12
Bei Göess-Hueber wird die Rhythmusgruppe
der ersten Takthälfte (1/8el mit
folgenden 4 1/16tel) wiederholt, während
bei Vienna – in der Wirkung aber behäbiger
– die zweite Takthälfte rhythmisch
differenzierter ist (1/8el, 2 1/16tel,
1/8el). Die Fassung bei GH wirkt aber
dynamischer, da die aufsteigende Basslinie
auf 5+ beginnt.
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Übersicht der Satzfolgen |
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Menuet (2) |
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Takt 2-05
Der Bezug zum davorliegenden Takt 13
ist zu sehen; er endet in der Melodie
mit einem „g“. Bei Vienna wird nun zu
Beginn des 14ten Taktes zwei Halbtöne
zurückgegangen („f“), um dann einen
Quintensprung zum nächsten Ton
vorzunehmen. Bei Göess-Hueber wird
stattdessen gegenüber dem abschließenden
„g“ des 13ten Taktes zu Beginn des 14ten
Taktes mit einem Halbton höher
begonnen (aufsteigende Linie vom Schlusston
des 13ten Taktes ausgehend!), um dann
eine große Terz höher zu
gehen. |
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