.Livre du Luth des Pater Hermien Kniebandl 

Tabulaturen für Laute und Gitarre - Tablatures for the Lute and the Guitar

Barock und "Galante Musik" - Baroque age and "Galant music"

 



Introduction


Tablature systems


Guitar tablatures


Lute tablatures


MS Göess-Hueber


Midi files


Links


"Dütt und Datt"

 

Site map

Visitors


Contact



Last update: 


 

24.06.2006

 

 

Internationales Festival der Laute

19. bis 21. Mai 2006

 

- Sonntag, 21.05.2006 -

 

 

Am Sonntagmorgen wartete das Internationale Festival der Laute mit einem vielfältigen Angebot auf: Interessierte konnten an einer Museumsführung mit Thomas Riedmiller, Leiter des Museums, teilnehmen. Diese Führung hatte schon im letzten Jahr einen sehr guten Zuspruch gefunden, und so war es auch in diesem Jahr.

Miguel Serdoura bot einen Lautenkurkurs an. Fünf Lautenisten nahmen mit Begeisterung dieses Angebot wahr. Übereinstimmende Meinung: „Das hat sich gelohnt!“ Freund Lutz aus München wusste zu berichten: „Nicht einen Griff hat er mir durchgehen lassen!“ 

Christine GabrielleDas Konzert-Programm des Vormittags lud ein, sich von einem außergewöhnlichen Angebot musikalisch verwöhnen lassen. Christine Gabrielle (cgabrielle@vtx.ch) und Joel Frederiksen (www.joelfrederiksen.com), beide für sich schon als Solisten international renommiert, haben zusammen das Programm „Orpheus und Corinna“ entwickelt. Es erklangen bekannte, aber auch weniger Joel Frederiksenbekannte Lieder der Renaissance aus Italien (u.a. Da Milano, Frescobaldi, Caccini) und England (Dowland, Campion, Johnson), meisterlich begleitet auf der Laute. Der wundervolle voluminöse und ausdrucksstarke Bass von Joel Fredriksen klang weder in den Tiefen noch den Höhen an irgendeiner Stelle auch nur im Ansatz gequält. Die samtweiche und klare Stimme von Christine Gabrielle stand dem in keiner Hinsicht nach. Technisch brillant und ein akustischer Genuss die Duette auf den Lauten und im begleiteten Gesang!

 

Orpheus und Corinna

 

Vergleicht man das Programm des Lautenfestivals mit einer Perlenkette, bei der jedes einzelne Konzert eine auf der Schnur aufgereihte strahlende Perle ist – wobei es wie bei den Perlen graduelle Unterschiede gibt, auch in der Form -, so haben dieses Konzert sowie das Abschlusskonzert von La luth enchantée dazu beigetragen, einen besonderen Glanz und Gewicht zu schaffen!  

La luth echantéeLa luth enchantée, das sind Marion Fermé – Flöte (www.marionferme.net), Anna Kowalska - Laute und Barockgitarre sowie Anton Birula - Laute und Theorbe (www.luteduo.com). Auf dieses Konzert hatte ich mich besonders gefreut: Marion lebt und arbeitet in Hamburg, Anna und Anton stammen aus St. Petersburg, einer Partnerstadt meiner Heimatstadt Hamburg. Von daher erwartete ich eine Art “Heimspiel”. Unter dem Titel “Frankreich und Bach: Verbindendes und Trennendes” boten La luth echantée Musik von Couperin, Bach, Dieupart und de Visée. Dass hier Freunde zusammen musizieren, die ihre Instrumente perfekt beherrschen und die dargebotene Musik auch durchdrungen haben, war schon vom ersten Takt an zu spüren. Warm schmeichelnd die Flöte von Marion, präzise wie ein Uhrwerk Laute und Barockgitarre von Anna, harmonisch differenziert und exakt die Begleitung von Anton auf Laute und Theorbe. Dass auch Anna Kowalska, die unverkennbare Chefin auf der Bühne, mit dem Auftritt zufrieden war, ließ sie nur ganz kurz beim zur Recht aufbrausenden Applaus erkennen: kurz kniff sie Marion ein Auge, nachdem sie Anton in einer Andeutung zugenickt hatte. 

Und damit war dann das Internationale Festival der Laute in Füssen anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Lautengesellschaft leider auch schon wieder offiziell zu Ende. Da wir erst am Montag fahren wollten, verblieb noch ein Nachmittag in Füssen nach dem letzten gemeinsamen Mittagessen mit vielen Beteiligten. Mittlerweile haben sich die gemeinsamen Essen sowie der Ausklang des Abends bei einem Getränk zu einer festen Institution entwickelt. Dabei lernt man dann auch viel über Flexibilität - oder ihr Gegenteil – in Restaurants kennen. In diesem Jahr hatten wir dabei keinen beklagenswerten Ausrutscher, da ich die Erfahrungen des letzten Jahres berücksichtigen konnte! So gehen Gruß und Dank an: Tiroler Weinstube, Gasthof Krone, Zum Hechten, Gastof zum Schwan und Restaurant Adler/Aquila sowie an den Gasthof Woaze

Bei einem Verein wie der Lautengesellschaft, dessen Arbeit über das Jahr eben durch viele e-mail-Kontakte gekennzeichnet ist, ist der Bedarf an Austausch beim Lautenfestival immer sehr groß. Hinzu kommt, dass die auftretenden Künstlerinnen und Künstler sowie die Referenten diese Angebot auch gern wahrnehmen. Das ist auch gut so und muss bei der Organsiation der kommenden Festivals auch wieder berücksichtigt werden. 

So ganz war das Festival musikalisch für mich nach dem letzten Konzert noch nicht beendet. Aus dem Refektorium, das die Aussteller eigentlich schon geräumt hatten, erklang wunderschöne Lautenmusik! Da saß Anna Kowalska und probierte eine 13-chörige Schwanenhalsbarocklaute von Philippe Mottet-Rio (www.anselmus.ch), ein klanglich sehr ansprechendes Instrument (nach Edlinger).  

So ganz war das Festival auch sonst noch nicht zu Ende. Auf der Fahrt von Füssen nach München saßen wir im Zug zusammen mit Martin aus Rendsburg und Udo aus Berlin, der von Wolfgang (aus Bischofswerda) an den Zug gebracht worden war. Martin hatte von seiner Zimmerwirtin zum Frühstück den Ausriss mit der Berichterstattung aus der Allgäuer Zeitung – Füssener Blatt vorgefunden. Udo hatte sich eine Zeitung gekauft und so überfolgen wir in aller Schnelle die Artikel.

 

Im Regionalzug nach München ...

 

Per Mobiltelefon wurde dann Wolfgang noch informiert, sich auf jeden Fall auch die Zeitung zu besorgen und ein Exemplar an mich zu senden. Mit Fachsimpelei sowie Geschichten über und um die Laute verflog die Zeit im Zug bis nach München wie im Fluge. Die Zeit war lang genug um festzuhalten, dass Oliver Holzenburg wieder ein ganz hervorragendes Programm zusammengestellt hatte und die Zusammenarbeit mit dem Museum der Stadt Füssen, mit Thomas Riedmiller und seinem Team, erneut ganz hervorragend war.

 

Festivalpass

 

Wir sind gespannt, was das Internationale Festival der Laute in Kassel im kommenden Jahr bringen wird … 

Michael Treder
Hamburg, 25.05.2006

 


 


Die Einzelprogramme mit Biografien und Hinweise auf
Veröffentlichungen, CDs etc:

 

 

Eröffnungskonzert:
Rendezvous Barock – Werke von Capponi, Corelli und Weiss
Daniel Ahlert - Mandoline

Birgit Schwab – Arciliuto, Barocklaute

 

Vortrag :
Zur geplanten DLG-Neuausgabe des Rostocker Manuskripts
Mus. saec. XVII.-18.-53.1A+B
Markus Lutz

 

Konzert:

Werke von J. S. Bach

Andreas Martin, Theorbe

 

Konzert:
Eliza is the fairest queen“ -
Broadside-Ballads, Ayres and Dances aus dem elisabethanischen England

Renaissance-Trio „Pantagruel“:
Hannah Morrison, Gesang
Dominik Schneider, Blockflöte, Gittern & Gesang
Mark Wheeler, Laute, Cittern & Gittern


 

Die Silvius Leopold Weiss betreffenden Einträge im Taufregister der

katholischen Hofkirche in Dresden

Dr. Frank Legl

 

"Gigue gespiegelt"

Anthony Bailes & Dr. Frank Legl

 


Kinder- und Familienkonzert

Beate Dittmann und Alexander Löwe (Berlin), Lauten

Margarethe Möbius (Kempten), Tanz

 


Chaconnes, Passacailles, Rondis et Variations
Musique pour luth baroque des XVIIe et XVIIIe siècles
Miguel Serdoura, Barocklaute

 

Neue Tänze und Klänge aus dem Norden I
 Stefan Lundgren – Troll Suite
Melanie Poser , Tanz
Stefan Lundgren, Theorbe



 

"Orpheus und Corinna"
Christine Gabrielle
Joel Frederiksen
- Lauten und Gesang -

 


"La luth echantée"

Frankreich und Bach: Verbindendes und Trennendes

Marion Fermé, Blockflöten

Anna Kowalska, Laute und Barockgitarre

Anton Birula, Laute und Theorbe

 

 

 

 

  l  4  l

 

 

zurück zum Anfang/back to the top

 

 


©
tabulatura.de