.Livre du Luth des Pater Hermien Kniebandl 

Tabulaturen für Laute und Gitarre - Tablatures for the Lute and the Guitar

Barock und "Galante Musik" - Baroque age and "Galant music"

 



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07.09.2010

 

 

 1. Lautenbaukurs der DLG e.V.
07. bis 13.08. 2005
in Elsa/Bad Rodach
- WERKSTATT GÜNTER MARK -

 

 


Nachdem es gelegentlich Anfragen gegeben hatte, ob die DLG e.V. nicht für Anfängerinnen und Anfänger ein Leihinstrument zur Verfügung stellen könnte, war es dann nach vielen internen Diskussionen über das Für und Wider endlich soweit: was die Freunde der Englischen Lautengesellschaft unter Federführung von David van Edwards seit einigen Jahren praktizieren, sollte doch auch uns gelingen! Als "Lehrmeister" für den Bau der ersten Leihlaute der DLG e.V. stellte sich freundlicher Weise Günther Mark zur Verfügung. Günther ist nicht nur ein sehr versierter Lautenbauer sondern auch ein guter Pädagoge, der uns sein Wissen gern weitergegeben hat und eine Werkstatt führt, in der es sich hervorragenden arbeiten lässt! Nicht nur das: es zog die gesamte Familie Mark-Gramss mit! Laura, Nele und Wendelin versorgten uns rund um die Uhr! Uns, das waren Heribert aus Aachen, Martin aus München und meine Wenigkeit aus Hamburg.

Und: wir haben es geschafft! Die Arbeiten wurden am Montag um 08:00 Uhr aufgenommen, am Freitag um 22:00 Uhr war die neue Laute bespannt und die ersten Töne erklangen!

Die von uns gebaute 8-chörige Renaissancelaute kann über Günther Mark geliehen werden:

Günter Mark
Elsa - Walburer Weg 10
96476 Bad Rodach
Tel.: 09564 - 47 61
elektronische Post: gramss (dot) mark (at) t-online (dot) de

Zu den Leihbedingungen siehe

www.lautengesellschaft.de/

(Die "Thumbnails" unten lassen sich durch Klick vergrößern)

 

 

 

 

 

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Der Mark-Gramss´sche Hof in Elsa/Bad Rodach. Hier soll innerhalb von 5 Arbeitstagen eine 8-chörige Renaissancelaute entstehen; ein vollwertiges, möglichst auch gut klingendes Instrument.

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Montag, 08:00 Uhr.

Günher hatte für den Kurs schon einige Dinge vorbereitet. Ohne diese Vorbereitungen hätte wir es sicherlich nicht geschafft.

 

 

 

 

 

 

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Günter demonstriert Heribert und Martin, dass neben dem Einsatz eines technischen Gerätes auch durch Befühlen und Streichen über die Decke wichtige Informationen über den Fortschritt der Arbeiten zu erhalten sind.

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Heribert erhält eine Einweisung an der Form, in die der Halsklotz schon eingesetzt ist.

 

 

 

 

 

 

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Martin hatte sehr schnell den Bogen raus: gaaaaanz vorsichtig hobeln, Klinge scharf halten und messen, messen, messen!

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Das Biegen der Adern. Der Schwund hielt sich in Grenzen.

 

 

 

 

 

 

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Die Adern werden nicht vorher an den Span geleimt, sie werden vielmehr in einem Arbeitsgang mit dem neuen Span angesetzt. Und das natürlich zügig, da mit Heißleim gearbeitet wird.

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Die Wangen des Wirbelkastens werden aufgeleimt. 

 

 

 

 

 

 

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Der fertige Wirbelkasten. Es war schon ein merkwürdiges Gefühl, mit dem Schnitzmesser die sanften Rundungen aus den furnierten Wangen zu schneiden ... 

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Die fast fertige Muschel. 

 

 

 

 

 

 

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Einer der stolzen Väter betrachtet kritisch das Ergebnis gemeinsamer Bemühungen. 

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Heribert in voller Konzentration beim Ausschneiden der Rosette. 

 

 

 

 

 

 

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Noch ist nur ein einfaches Stück Pappelholz im Schraubstock eingespannt ...

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.. Da ist es schon ein fertiger Hals und kann zur Probe angeschraubt werden. 

 

 

 

 

 

 

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Aufleimung des Steges in dem von Günther für die Leimungen an der Decke eigens konstruierten Rollwagen.

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Leimung der Deckenbalken.

 

 

 

 

 

 

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Und so entstehen also die Instrumentenzettel: in der Wohnstube auf dem Sofa, geschrieben von holder Hand.

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Tolles Gefühl zu wissen, dass unsere Arbeit in der Laute durch den Zettel dokumentiert ist.

 

 

 

 

 

 

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Späne zum Feuermachen? Nein, Ausgangsmaterial für die Wirbel. 

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Auch Drechseln will geübt sein. Unser Ausschuss hielt sich aber sehr in Grenzen. 

 

 

 

 

 

 

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Das Einpassen der lakierten Wirbel. Zu beachten sind die Spitzer links neben Martin auf dem Tisch leigend. 

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Die Klangeigenschaften der fertigen Decke (Steg und Deckenbalken sind aufgeleimt) werden erklopft. Nicht schlecht ...
 

 

 

 

 

 

 

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Aufleimen der Decke. 

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Einsetzen der Verzierung. Auch hierbei ist wieder eine ruhige Hand gefordert. 

 

 

 

 

 

 

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Was mancher so in seinem Lautenkasten findet ... ein gehäkelter Überzieher für den kleinen Finger ("Deckenschoner"), auf das die Decke ja keine Spielspuren aufweise! 

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Ausrichten des Griffbretts mit der ersten Saite auf der Laute! 

 

 

 

 

 

 

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Mit einem Mini-Minihobel wird die Decke für die umlaufende  Randverzierung bearbeitet. Zu beachten ist die verpflasterte rechte Hand. Lautenbau fordert gelegentlich einen Blutzoll ...

 

 

 

 

 

 

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Der Wirbelkasten wird gesetzt. 

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Das Saitenmaterial für den Erstbezug, gestiftet von PYRAMID.

 

 

 

 

 

 

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Freitag, 20:30 Uhr. Die Saiten werden aufgezogen. 

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Günter spielt
unser Gemeinschafts-
werk an. 

 

 

 

 

 

 

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Heribert hat vor lauter Aufregung seinen "Deckenschoner" am kleinen Finger vergessen. 

Freitag, 22:00 Uhr.

 

 

    Wir haben es geschafft! Es fehlte noch die Lackierung. Auch zum Bau eines
    Koffers sind wir nicht mehr gekommen.
    Das holte Günther dann ohne uns nach.

Es war schon ein tolles Gefühl, als die Laute am Freitagabend das erste Mal erklang. Wir hatten uns in den letzten Momenten der Spannung eine Flasche Rotwein geöffnet (nun mussten wir ja nicht mehr mit scharfem Werkzeug umgehen), waren doch etwas aufgeregt, hatten unsere eigenen mitgebrachten Instrumente bereitgelegt und fieberten den ersten Tönen entgegen. Heribert ließ sich beim Aufziehen der Saiten nicht aus der Ruhe bringen: "Gut Ding will Weile haben. Wie sieht denn das aus mit hastig hochgezogenen Saiten?"

Der angenehm warme und ausgeglichene Ton des Instruments überraschte uns alle positiv. Es zahlte sich sicherlich aus, dass Günther schon bei der Materialauswahl mit guter Nase und glücklichem Händchen große Sorgfalt hatte walten lassen. Auch optisch ansprechend (insbesondere auch die fein geschnittene Rosette kann sich sehen lassen!), können wir dieses Instrument guten Gewissens in den Verleih geben.

Meine kleinen durch Unachtsamkeit entstandenen Blessuren an den Fingern sind längst wieder verheilt und vergessen.

Ein mehrfaches und sehr herzliches Dankeschön geht an Laura, Wendelin, Nele und Günther. Wir haben bei und mit ihnen sowohl lehrreiche wie entspannte Tage erleben können.

Ein Dank geht natürlich auch an unsere "Sponsoren": die Firma
PYRAMID Junger GmbH hat die Saiten für das Instrument gestiftet, TREE-Edition (Albert Reyerman) und SEICENTO-Notenversand (Rainer Luckhardt) haben für die Teilnehmer des Kurses ein Tabulaturbüchlein mit gut spiel- und hörbarer Musik zusammen- und zur Verfügung gestellt.
 

 
Werkstatt
Günter Mark
Elsa, Walburer Weg 10
96476 Bad Rodach
e-mail: gramss(dot)mark(at)t-online(dot).de

 

 

TREE-Edition/Albert Reyerman

 

SEICENTO

 

PYRAMID

 

 

 

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